, Rübner Wolf

Kulturerbe Hochschwarzwald

Die Hotels an der Schwarzwaldhochstraße hatten eine glorreiche Vergangenheit, z.B. die Bühler Höhe, Kurhazs Sand oder Kurhaus Hundseck.

„Dahin die alte Pracht im Nordschwarzwald“
Unter diesem Motto führte der Schwarzwaldverein Teningen die erste Wanderung mit den gelockerten Corona Regeln durch. Mit Mund-schutz, Sicherheitsabstand und in Kleigruppen wurde der Wanderstart am Hundseck an der Schwarzwaldhochstraße mit Öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht. Die verbliebene Bausubstanz der früheren Kurhäuser wurden bei dieser Wanderung mit dem Wanderführer Konrad Ganz besichtigt und erläutert. Wanderstart war das Kurhaus Hundseck, das von 1896 bis 1982 betrieben wurde, weiter auf dem Weg folgte die Kapelle „Zum Guten Hirten auf dem Sand“ die 1965 erbaut wurde und danach das Kurhaus Sand, welches von 1891 bis 1994 in Betrieb war. In der Bergwaldhütte Sand hielten die Wanderer im schattigen Biergarten eine ausgiebige  Mittagsrast.  Danach führte der Weg zum Kurhaus Plättig das von 1890 bis 2009 seine Gäste begrüßte. Unmittelbar am Wanderweg war auch die Kapelle St. Antonius, erbaut 1897.
Die Exklave Bühlerhöhe auf dem Kohlbergfelsen wurde besonders von 2 Personen geprägt. Hertha Isenbart 1871 bis 1918 war Bauherrin eines Barocken Schlosses von 1912 bis 1914. Es sollte ein Offiziersgenesungsheim sein wurde als solches durch den 1. Weltkrieg nie genutzt.
Von 1920 bis 1986 war es Kurhaus Bühlerhöhe mit einem Sanatorium. Max Grundig, 1908 bis 1989 erwarb dieses Anwesen 1986 und liess es zu einem Luxushotel umbauen, das von 1988 bis 2010 betrieben wurde. Seither ist das Hotel im Dornröschenschlaf. Das angebaute Sanatorium wurde ab 1986 zur Privatklinik Max Grundig ausgebaut und ist bis heute in Betrieb. Die Gebäude und Parkanlagen sind bemerkenswert in einem gepflegten Zustand.
Für die Wanderer war es nach dieser langen Entbehrung ein schöner und erlebnisreicher Wandertag. 
Text: Konrad Ganz