, Rübner Wolf

Die elsässische Weinstrasse in herbstlichem Flair

Bei Bilderbuchwetter, wie es selten ist, fuhr eine große Gruppe Wanderer/innen des Schwarzwaldvereins Teningen ins Elsass, um eine weitere Etappe der  sogenannten " Routes des Vins", die 1953 ins Leben gerufen wurde, zu erwandern. Mit Wanderführer Hermann Jäger, der die Tour vorbereitet hatte, startete man in Husseren, am Fuße der drei Eguisheimer Burgen, genannt auch die "drei Egsen", auf den Wanderweg, der auch als "Camino de Santiago",  Jakobspilgerweg, von Wissembourg  bis Belfort ausgewiesen ist.

Durch lichten Bergeichenwald, immer wieder von Ausblicken auf die Weindörfer unterbrochen, ging es zur alten unscheinbaren Burgruine "Hagueneck" und von dort über St. Getrude zur Chapelle des Bois, wo sich die Wanderer aus dem Rucksack stärkten und ein Erinnerungsfoto machten.

Es handelt sich hier um eine ehemalige Einsiedelei, die bis 1983 noch bewohnt war. Unter der Hohlandsburg führte der Weg über den Rastplatz Katzenland beim Bahnhof unterhalb der Phlixburg am Lycé Agricole zum mittelalterlichen Städtchen Turckheim mit seiner imposanten Stadtmauer und den noch intakten Stadttoren.

Eine reichliche Einkehr waren der Lohn für die bis dahin gewanderte Strecke. Allerdings mußte  anschließend eine anspruchsvolle  Steigung auf den Col du Brand bewältigt werden. Durch die vom Wetter gebeutelten Rebflächen ging es zum kleinen, aber feinen Niedermorschwihr hinunter, das mit seinem gedrehten Kirchturm und der Silbermannorgel sowie dem St. Wendelins-Fest gleich mehrer Raritäten aufzuweisen hat. Durch die Cra Cru-Lagen auf dem Sommerberg ging es nach Katzenthal mit seiner Burg Wineck hinunter. Seit 1986 gehört Katzenthal dem Lazarus von Schwendi-Städtebund an.

Am Ende waren 14,5 km, bei 4,5 Std. reiner Gehzeit und 335 m auf und 489 m abwärts von den müden aber zufriedenen Wanderern gemeistert. Auf der Heimfahrt belohnte denn auch reicher Beifall die Arbeit des Wanderführers.